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Über mich

Christian Daniel

Cloud Solution Architect & AI Engineer mit über 25 Jahren Erfahrung.

Wer ich bin

Senior-Engineer und Architekt seit den frühen 2000ern. Mein Werkzeugkasten heute: cloud-native Plattformen, AI-Architektur und die schrittweise Modernisierung gewachsener Systeme. Mein Schwerpunkt: komplette Software-Projekte verantwortlich zu Ende bringen — solo als Komplett-Übernahme oder integriert in bestehende Teams: als Architekt, Senior-Engineer, Mentor oder beratend, je nachdem was das Mandat verlangt.

Mir geht es weniger um die neueste Technologie als darum, ein System wirklich zu verstehen und Entscheidungen zu treffen, die auch in ein paar Jahren noch tragen. Lieber einmal sauber gebaut als dreimal nachgebessert.

Werdegang

Den professionellen Einstieg fand ich als Programming Analyst bei einer Frankfurter Brokerbank — Wertpapier-Analyse, Börsen-Pflichtmeldungen, frühe Internet-Migration. Es folgten ticket.international mit Kassen- und Automatensystemen, danach ein Wechsel nach Luxemburg zu Felten S.A., wo ich MES-Systeme für die Biotech- und Kosmetikindustrie entwickelte. 2010 der Schritt in die Selbständigkeit — weil ich Abwechslung wollte, mich in mehr Themen tiefer einarbeiten und ein breites Wissens-Spektrum aufbauen, statt im immer gleichen Ausschnitt zu bleiben.

Der rote Faden über die Jahre ist nicht eine Technologie, sondern eine Haltung: ein System verstehen wie es wirklich funktioniert, bestehende Lösungen hinterfragen, neue Technologien nicht nur einsetzen sondern domestizieren. Banken, Industrie, Mittelstand, Konzerne, Startups — jedes Mandat hat etwas gelehrt, das auch im nächsten relevant blieb. Vor allem dies: die schwierigsten Architektur-Entscheidungen sind selten technisch. Sie sind organisatorisch.

Wurzeln

Wo der Bautrieb herkommt: Atari ST 1987, eigene Spiele in GFA Basic, ein selbstgebauter Linux-Server als Router. Aus Bastel-Trieb wurde Berufung.

Geboren 1980, mein erster Rechner ein Atari ST 520 mit hochauflösendem SM124-Monitor. Spiele gab es kaum für das Gerät — also entstanden sie selbst, in GFA Basic. Textadventures mit eigenen Geschichten, Jump'n'Run-Klone in Anlehnung an Super Mario und Commander Keen, kleine Tools, die das machten, was kein Produkt machte. Der Vater zeigte die ersten Schritte, den Rest brachte ich mir aus Büchern bei, später über lokale Mailbox-Systeme und das frühe Internet. Schon damals viel Eigeninitiative beim Lernen — eine Konstante, die geblieben ist.

Mit dem Aufkommen breiterer Netzanbindung kam der erste selbstgebaute Linux-Server in den Keller: als Router und Firewall, weil sich der ISDN-Anschluss anders nicht refinanzierte und Familienfrieden in Sachen Telefongebühren ein wichtiges Gut war. Nachts wählten sich die Geräte ein, um Dateien zu tauschen oder mit Gleichgesinnten zu chatten. Während andere konsumierten, habe ich gebaut — und gelernt, dass Maschinen Dinge können, die sie noch nicht können, wenn man sie dazu bringt. Aus diesem Bastel-Trieb wurde Berufung.

Geblieben ist der Reflex, ein Werkzeug lieber selbst zu bauen, als mich mit einem abzufinden, das nicht zu meiner Arbeitsweise passt. Zuletzt hat ein eigenes Git-Tool, forq, den klassischen Client abgelöst — zugeschnitten auf genau den Workflow, den ich täglich brauche.

Stationen

Eine Auswahl der prägendsten Mandate.

Mach es richtig, oder lass es.

Disziplin

Anfang 40 vom Schreibtisch aufs Rennrad — und gemerkt, dass am Berg dasselbe zählt wie am Schreibtisch: dranbleiben, wenn es weh tut.

Mit Anfang 40 habe ich gemerkt: zweieinhalb Jahrzehnte Bildschirm-Arbeit haben einen Tribut, den ich nicht zahlen muss. Vom Schreibtisch aufs Rennrad. Aus „mal kurz raus“ wurde systematisches Ausdauer-Training — nicht nur weil es Spaß macht, sondern weil Struktur wirkt: konsequente Vorbereitung, lange Zeitachsen, klare Etappenziele.

Im Sommer 2025 habe ich den Ötztaler Radmarathon gefinisht — 230 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Alpenpässe an einem Tag. Bemerkenswert war nicht der Zieleinlauf, sondern die Jahre davor: Trainingspläne, Rückschläge, ständiges Nachjustieren, viele Stunden am Berg. So gehe ich auch ein Architektur-Projekt an — von der ersten Skizze bis in den Produktionsbetrieb.

Was nach dem Ziel kommt, ist nicht Ruhepause, sondern das nächste Ziel. Für 2026 stehen zwei neue Herausforderungen im Kalender: FUGA300 im Juni, ISTRIA 300 im Oktober — jeweils 300 Kilometer Distanz, anderes Format als der Ötztaler, neue Anforderungen an Tempo-Management und Streckenkenntnis.

Sport ist außerdem das Werkzeug, das den Kopf bei schwierigen Entscheidungen freibekommt. Zwanzig Minuten Laufen lösen mehr als zwei Stunden Grübeln am Schreibtisch — und sind für mich seit Jahren die Versicherung dagegen, dass das Stresslevel chronisch wird.

Privat

Familie an der Mosel, Kubernetes-Cluster im Keller, Smart-Home mit Hochverfügbarkeit — weil die Lichter nicht ausfallen sollen, wenn ich im Hotel sitze.

Zuhause sind Frau, zwei Kinder und ein Kubernetes-Cluster im Keller, der seit Jahren das Familien-Setup trägt — Smart-Home, Medien, Backups, ein lokales LLM. Was ich beruflich baue, probiere ich oft hier zuerst aus.

Dass das Setup hochverfügbar sein muss, kam nicht ohne Lehrgeld: Als auf einer Geschäftsreise der Heim-Server starb und meine Familie das Licht in den Kinderzimmern nicht mehr schalten konnte, war die Lektion eindeutig. Ein System gehört nicht der Person, die es gebaut hat, sondern den Menschen, die darauf angewiesen sind.

Und zwei Kinder, die nebenher mitwachsen: Felicia (Jahrgang 2014) baut eigene Spiele und Geschichten in Scratch, Jona (Jahrgang 2020) interessiert sich für Roboter. Dieselbe Neugier, mit der ich damals am Atari saß — nur ein paar Jahrzehnte später.

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