Das Wissen für Ihre Kalkulation liegt in Ihren Altprojekten. Greifbar ist es nicht.
Eine Anfrage für eine Sondermaschine liegt auf dem Tisch, und es gibt zwei Wege, sie zu kalkulieren: schnell und ungenau, oder genau und zu langsam. Der eine kostet die Marge, der andere den Auftrag. Neue Software fehlt Ihnen dafür nicht. Was fehlt, ist der Zugriff auf die Stunden, Änderungen und Nachkalkulationen vergleichbarer Maschinen aus den letzten Jahren. Die liegen in Projektordnern, im ERPDas zentrale System für kaufmännische Abläufe — Aufträge, Bestände, Preise, Rechnungen. Meist die verbindliche Quelle für Zahlen im Unternehmen. und in den Köpfen von zwei erfahrenen Kollegen. Für Dokumentation und Service gilt dasselbe.
Wie lässt sich KI im Maschinenbau und in der Produktion einsetzen?
Jede Maschine wird neu kalkuliert, jede Maschine neu dokumentiert, und Servicefragen beantwortet, wer am längsten dabei ist.
Dabei steht das Wissen im Haus, in Zeichnungen, Stücklisten, Altprojekten und Serviceberichten aus vielen Jahren. Nur kommt niemand in vertretbarer Zeit daran. Angefangen wird mit einem einzelnen Arbeitsschritt, dessen Ergebnis Ihre Leute selbst beurteilen können. Vergleichbare Maschinen früherer Jahre samt tatsächlich angefallener Stunden finden. Betriebsanleitungen aus Stückliste und Vorgängerdokumentation vorbereiten. Serviceberichte zu wiederkehrenden Fehlerbildern verdichten. Das Material dafür liegt vollständig in Ihren Projektordnern, im ERP und in den Serviceberichten. Was danach kommt, entscheiden Sie. Sollen später Daten aus einer Anlage dazukommen, geht das über die üblichen Maschinenschnittstellen, vollständig in Ihrem eigenen Netz und ohne Cloud, und bei Maschinen beim Kunden erst nach schriftlicher Freigabe. Dahinter stehen Automatisierungs-, Prozessleit- und Entwicklungsumgebungen für Industrieunternehmen wie Schneider Electric und Sartorius, übertragen auf den Maßstab eines Mittelständlers.
Anwendung
Wo Sie im Maschinenbau Zeit und Marge gewinnen
Kalkulieren mit dem Wissen aus Altprojekten
Welche Maschine der letzten Jahre kommt dieser Anfrage am nächsten, und welche Stunden und Materialkosten sind damals tatsächlich angefallen? Sie bekommen den Vergleich samt Verweis auf das Altprojekt, bevor Sie kalkulieren. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen, sie stützt sich nur nicht mehr auf das Gedächtnis.
Anleitungen und CE-Dokumentation vorbereiten
Die Maschinenrichtlinie verlangt die Anleitung in der Sprache des Ziellands, und die Übersetzung einer Standardanleitung von rund 15.000 Wörtern kostet je Sprache schnell einen vierstelligen Betrag. Wer in zwölf Länder liefert, kennt die Summe. Die Übersetzung sparen Sie damit nicht, wohl aber die Wochen bis zum fertigen Entwurf und die Rückfragen des Übersetzungsbüros, wenn die Benennungen über alle Sprachen konsistent sind. Freigegeben wird in Ihrer Technischen Redaktion, jeder Satz auf seine Quelle zurückführbar.
Servicewissen wird durchsuchbar
Ihre Techniker suchen heute in Ordnern, Mails und im Gedächtnis. Serviceberichte, Zeichnungen und Historie werden erschlossen, sodass die Antwort mit Verweis auf das konkrete Dokument kommt. Nachprüfbar, auch wenn jemand widerspricht.
Der Techniker hat die Unterlagen dabei
In der Werkshalle Ihres Kunden gibt es selten Empfang. Die Unterlagen zu den Einsätzen der nächsten Tage liegen deshalb auf dem Gerät und gleichen sich ab, sobald wieder Netz da ist. Das Prinzip ist aus dem Außendienst erprobt.
Wiederkehrende Fehlerbilder werden sichtbar
Freitext aus dem Feld wird zu vergleichbaren Kategorien. Erst dadurch sehen Sie, welcher Fehler über Maschinen und Standorte hinweg immer wieder auftritt, und können Ersatzteilbedarf und Wartung danach planen.
Das Ersatzteil passt zum richtigen Maschinenstand
Seriennummer, tatsächlicher Bauzustand gegen Zeichnungsstand, Änderungen aus zehn Jahren Historie. Ihr Techniker bekommt das Teil, das zur Maschine vor ihm passt, nicht das aus der Ursprungsstückliste.
Inbetriebnahme und Änderungsstände im Griff
Zwischen Konstruktionsstand und dem, was am Ende wirklich verbaut wurde, liegen bei jeder Maschine Änderungen. Werden sie beim Bauen erfasst statt hinterher rekonstruiert, verkürzt das die Inbetriebnahme und macht Gewährleistungsfälle nachvollziehbar.
Auch ältere Anlagen liefern Daten
Wenn Maschinendaten gebraucht werden, kommen sie über OPC UADer heute übliche Standard, über den Maschinen ihre Daten nach außen bereitstellen. Neuere Steuerungen können ihn ab Werk. herein, wo die Steuerung es hergibt, sonst über Modbus/TCP, S7 oder MQTT. Auch für Steuerungen und Geräte ohne dokumentierte Schnittstelle gibt es Wege; für den KNX-Automationsbus habe ich einen offenen Treiber selbst geschrieben. Steht die Anlage beim Kunden, klären wir vorher schriftlich, wem die Daten gehören und was Ihr Haus sehen darf.
Die Wege im Vergleich
Vier Möglichkeiten, und welche zu Ihrem Anlagenpark passt
Das Auswertungsmodul Ihres Anlagenherstellers
Sinnvoll, solange Sie überwiegend Anlagen eines Herstellers betreiben und dessen Kennzahlen reichen. Sofort verfügbar, ohne Projekt. Bedenken Sie: Ihre Daten bleiben in seinem Portal, und Auswertungen über Hersteller hinweg sind nicht vorgesehen.
Fertige Standardsoftware für die Fertigung
Ein MESSoftware, die die laufende Fertigung steuert und dokumentiert: welcher Auftrag auf welcher Maschine, mit welchem Ergebnis. steuert und dokumentiert die laufende Fertigung: welcher Auftrag auf welcher Maschine, mit welchem Ergebnis. Der Historian darunter bewahrt die Messwerte über Jahre auf. Bei Serienproduktion mit vielen gleichartigen Anlagen ist das die wirtschaftlichste Wahl, ausgereift und mit Support. Bei Einzelstücken, Sondermaschinen und gewachsenen Anlagenparks passt das vorgesehene Datenmodell selten.
Grenzwerte und klassische Auswertung
Wenn zwei Messwerte und eine Grenze Ihr Problem lösen, brauchen Sie nichts weiter. Bei Messreihen ist das oft treffsicherer als KI, dazu günstiger und jederzeit nachvollziehbar. Nicht jede Frage braucht KI, und das hören Sie von mir vor dem Angebot.
Ihre eigene Automatisierung über Abläufe und Anlagen hinweg
Passt, wenn Kalkulation, Dokumentation und Service die Stunden fressen, und wenn Anlagendaten dazukommen sollen, während alles innerhalb Ihres Werks bleibt. Auch der Weg bei gemischten Anlagenparks und Geräten ohne dokumentierte Schnittstelle. Kostet am meisten. Dafür ist es der einzige Weg, bei dem die zweite Anwendung deutlich billiger wird als die erste.
Vorgehen
Erst Ihre Abläufe, dann die Technik
Eine Auswertung auf unvollständigen Daten liefert Zahlen, die gut aussehen und nicht stimmen. Wer damit einmal in einer Geschäftsleitungsrunde gesessen hat, macht es kein zweites Mal. Deshalb steht der Blick auf Ihre Datenlage vor jeder Technikentscheidung, auf Altsysteme und undokumentierte Protokolle ebenso wie auf das, was sauber gepflegt ist.
01
Wir sprechen darüber, welche Entscheidung bei Ihnen besser werden soll und welche Unterlagen sie heute stützen.
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Wir sehen uns an, wo das Wissen liegt: Projektordner, ERPDas zentrale System für kaufmännische Abläufe — Aufträge, Bestände, Preise, Rechnungen. Meist die verbindliche Quelle für Zahlen im Unternehmen., Serviceberichte, Zeichnungen. Bei Anlagendaten außerdem, wie erreichbar sie sind.
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Sie wählen einen Ablauf aus, dessen Ergebnis Ihre Leute beurteilen können. Meist ist das Kalkulation oder Dokumentation.
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Der erste Schritt wird gebaut und an Fällen geprüft, deren Ausgang Sie kennen, nicht an konstruierten Beispielen.
05
Er geht in den Betrieb, protokolliert und ohne Eingriff in sicherheitsrelevante Funktionen Ihrer Maschinen.
06
Erst danach entscheiden Sie über den nächsten Schritt, auf derselben Grundlage statt als neue Insellösung.
Belege
Woran ich in der Praxis gearbeitet habe
Schneider Electric
Die Entwicklungs- und Automatisierungswerkzeuge stammten aus verschiedenen Bereichen des Konzerns und ließen sich nur von Hand koordinieren, für einen Teil lag nicht einmal Quellcode vor. Danach waren sie zentral bedienbar und konfigurierbar, und die Abläufe liefen über alle Werkzeuge hinweg automatisiert.
Ohne Quellcode
trotzdem angebunden
Automatisiert
statt Handarbeit
2013–2014
13 Monate
Sartorius
Produktion und Forschung wollten laufende Prozesse zeitnah auswerten, ohne die vorhandenen Altsysteme abzuschalten. Danach war beides möglich: Die Altsysteme blieben in Betrieb, und neue Datenquellen ließen sich ergänzen, ohne den Kern anzufassen.
Zeitnah
laufende Prozesse auswertbar
Altsysteme
blieben in Betrieb
2011–2013
über zwei Jahre
Advastore
Das Lagersystem mit autonomen Robotern sollte mehr Durchsatz schaffen, ohne die Hardware auszubauen. Nach der Optimierung von Wegplanung und Auftragszuweisung leistete dieselbe Hardware mehr.
Gleiche Hardware
mehr Durchsatz ohne Ausbau
7 Monate
Projektdauer
Unterlagen im Feld, auch ohne Empfang
Für den Außendienst mehrerer Hersteller lag der vollständige Katalog mit technischen Merkmalen auf dem Gerät, nutzbar im Zug und in der Werkshalle ohne Netz, mit Abgleich, sobald wieder Empfang da ist. Dasselbe Prinzip trägt Serviceunterlagen zu Ihren Technikern.
Offline
vollständig ohne Netz nutzbar
Abgleich
automatisch, sobald Empfang da ist
Active Physio Therapie und Training
Das geht auch eine Nummer kleiner. Das Therapie- und Trainingszentrum arbeitet heute mit Zahlen, auf die morgens jemand schaut. Planung und Ist in einer Sicht, samt der Abläufe dahinter, statt einer Auswertung, die niemand pflegt.
Eine Sicht
Plan und Ist zusammengeführt
Ohne KI
nachvollziehbar gerechnet
“
Herr Daniel zeichnet sich dadurch aus aktiv auf Problemstellungen oder Lücken in Konzepten hinzuweisen und im Team eine optimale Lösung für solche Fälle zu erarbeiten. Ich bin Herr Daniel persönlich sehr dankbar für die stets offene, zielführende und angenehme Zusammenarbeit. Er ist kommunikationsstark, verlässlich, hat hohe Ansprüche an guten Code und die Zusammenarbeit mit ihm hat wirklich Spaß gemacht.
Ihre Kalkulation für Einzelstücke am Erfahrungswissen einzelner Köpfe hängt und die Altprojekte zwar vorliegen, sich aber nicht auswerten lassen.
Dokumentation, Betriebsanleitung und Übersetzung pro Maschine einen erheblichen Betrag kosten.
Ihre Techniker im Service regelmäßig suchen, was längst irgendwo dokumentiert ist.
Ihre Maschinen beim Kunden stehen und Sie wissen wollen, was Sie überhaupt sehen dürfen, bevor jemand über Fernzugriff spricht.
die Daten Ihr Werk nicht verlassen dürfen, wegen getrennter Netze, Kundenauflagen oder weil die Anlage gar keine Internetverbindung hat.
Abgrenzung
Wann Sie besser etwas anderes tun
Sicherheitsgerichtete Funktionen bleiben außen vor. Was eine Anlage abschaltet, muss immer gleich reagieren: feste Regel, keine Ausnahme. Das hält Ihre CE-Konformität dort, wo sie heute ist.
Ohne belastbare Historie lässt sich eine Auswertung nicht prüfen. Dann ist das Erfassen der erste Schritt, nicht die KI.
Lösen zwei Messwerte und eine Grenze Ihr Problem, ist genau das die richtige Lösung.
Bei einer geschlossenen Anlage, deren Hersteller jeden Zugriff vertraglich untersagt, klären Sie das zuerst mit ihm. Das entscheidet der Vertrag, nicht die Technik.
Für Retrofit-Hardware, Schaltschrankbau oder SPS-Programmierung an Ihrer Maschine brauchen Sie einen Automatisierer, nicht mich.
Suchen Sie jemanden, der Ihre Anlagen rund um die Uhr überwacht, ist ein Servicehaus die richtige Adresse.
Fragen
Was Sie sich vielleicht fragen
Welche KI eignet sich für den Maschinenbau?
Die Antwort hängt an der Aufgabe, nicht am Anbieter. Bei Kalkulation, Dokumentation und Serviceberichten geht es um Text und Erfahrungswissen, und dort spielen LLMEin großes Sprachmodell, das Texte versteht und erzeugt; beispielsweise die technische Grundlage moderner KI-Assistenten. ihre Stärke aus. Bei Messreihen aus der Anlage ist die treffsicherere Wahl oft klassische Auswertung oder ein gezielt trainiertes Verfahren. Wir klären zuerst, welche Frage Sie beantworten wollen. Die Technik ergibt sich daraus.
Unsere Maschinen stehen beim Kunden. Geht das trotzdem?
Das ändert den Einstieg sogar zum Guten, weil er ohne Anlagendaten auskommt. Kalkulation, Dokumentation und Serviceunterlagen speisen sich aus Ihren eigenen Projektordnern, dem ERPDas zentrale System für kaufmännische Abläufe — Aufträge, Bestände, Preise, Rechnungen. Meist die verbindliche Quelle für Zahlen im Unternehmen. und den Serviceberichten. Sollen später Daten aus einer Maschine beim Kunden dazukommen, ist die erste Frage nicht die Technik, sondern die Freigabe. Wem gehören die Daten, was darf Ihr Haus sehen, was bleibt beim Kunden. Das gehört schriftlich geklärt, bevor das erste Kabel steckt, und am besten in Ihre Liefer- und Servicebedingungen statt in ein späteres Gespräch.
Wo lässt sich KI in der Produktion konkret einsetzen?
Das trennt sich danach, ob Sie in Serie fertigen oder Einzelstücke bauen. Fertigen Sie selbst in Serie, lohnt es sich überall dort, wo genügend Messdaten mit Zeitstempel vorliegen. Abweichungen früher erkennen, statt sie erst in der Endprüfung zu sehen. Störmeldungen aus dem Freitext der Instandhaltung zu vergleichbaren Fehlerbildern verdichten. Prüfbilder vorsortieren. In der Produktionsplanung sind die brauchbaren Verfahren dann meist keine LLMEin großes Sprachmodell, das Texte versteht und erzeugt; beispielsweise die technische Grundlage moderner KI-Assistenten., sondern Optimierung: Reihenfolgen bilden, Rüstzeiten senken, Kapazitäten abgleichen. Im Sondermaschinenbau mit Losgröße eins liegt der Nutzen woanders, nämlich in Kalkulation, Dokumentation, Inbetriebnahme und Service. Angefangen wird in beiden Fällen gleich, mit einer Frage, deren Antwort Ihre Leute selbst nachrechnen können.
Unsere Altprojekte liegen als Ordner und Excel-Dateien vor. Reicht das?
In den meisten Fällen ja, und etwas anderes erwarte ich auch gar nicht. Kalkulationen, Stundenaufschreibungen und Nachkalkulationen liegen fast überall verteilt: im ERPDas zentrale System für kaufmännische Abläufe — Aufträge, Bestände, Preise, Rechnungen. Meist die verbindliche Quelle für Zahlen im Unternehmen., in Projektordnern, in gewachsenen Excel-Dateien, manchmal auf einem Netzlaufwerk, das seit Jahren keiner aufgeräumt hat. Das ist Aufwand beim Erschließen, aber kein Ausschlusskriterium. Wichtiger als das Format ist, ob die Zahlen von damals überhaupt stimmen — ob also festgehalten wurde, was eine Maschine am Ende wirklich gekostet hat, und nicht nur, was kalkuliert war. Das sehen wir uns zuerst an, an ein paar Maschinen, deren Ergebnis Sie kennen.
Was kostet das?
In Ausbaustufen. Jede wird für sich geschätzt und angeboten, und die erste ist meist ein einzelner Ablauf, die Kalkulationshilfe oder die Dokumentation. Sie beauftragen jeweils nur die nächste Stufe, bekommen ein Ergebnis, das für sich brauchbar ist, und entscheiden dann weiter. Gerechnet hat sich der Einstieg bisher meist innerhalb weniger Monate, weil die Zeit, die er spart, jede Woche wieder anfällt.
Sie sind eine Person. Was passiert, wenn Sie ausfallen?
Berechtigt. Im Maschinenbau hängt an so etwas irgendwann eine Auslieferung, deshalb gelten hier dieselben Regeln wie in großen Industrieprojekten: gängige Standards statt eigener Erfindungen, dokumentierter Code, beschriebene Abläufe für Mensch und Maschine, automatisierte Tests. Der Quellcode liegt in Ihrem Archiv, und die Installation lässt sich auf einem leeren Rechner wiederholen. Das prüfen wir einmal gemeinsam, statt es zu behaupten. Damit kann Ihr Systemhaus, Ihre eigene IT oder ein anderer Dienstleister die Arbeit übernehmen. Bei größeren Vorhaben sitzt Ihr Team ohnehin mit am Tisch.
Läuft das lokal ohne Cloud, und ist eine lokale KI DSGVO-konform?
Im Maschinenbau ist das oft die einzige Variante, die überhaupt durchgeht. Erfassung, Auswertung und auch ein selbst betriebenes LLMEin großes Sprachmodell, das Texte versteht und erzeugt; beispielsweise die technische Grundlage moderner KI-Assistenten. laufen vollständig in Ihrem Netz, hinter der Trennung zwischen Produktion und Büro-IT, ohne Verbindung nach außen. Damit ist der Datenschutz weitgehend entschärft: Was Ihr Werk nicht verlässt, verarbeitet niemand außerhalb. Personenbezug entsteht bei Maschinendaten ohnehin selten, häufiger bei Serviceberichten mit Namen, und dort behandeln wir die Felder getrennt. Woran eine lokale KI eher hängt, ist die Hardware: wie viele Nutzer gleichzeitig, auf welcher Maschine. Wie viele Leute damit arbeiten sollen und wie schnell eine Antwort da sein muss, klären wir gemeinsam. Daraus lässt sich ableiten, welche Maschine reicht und was sie einmalig kostet.
Unsere Steuerungssoftware ist 15 Jahre alt. Geht das?
Das ist der Normalfall, nicht das Hindernis. Bei Sartorius mussten die Altsysteme funktionsfähig bleiben, während die Daten in eine moderne Verarbeitung flossen. In einem Konzernprojekt lag für einen Teil der Werkzeuge nicht einmal Quellcode vor, und sie wurden trotzdem angebunden. Ob eine alte Anwendung angebunden bleibt oder besser durch etwas Neues abgelöst wird, entscheiden Sie. Anbinden führt schneller zum ersten Ergebnis; ablösen lohnt sich, sobald Wartung und Workarounds mehr kosten als ein Neubau. Beides baue ich, und welcher Weg für Sie günstiger ist, rechnen wir vorher durch.
Was, wenn der Hersteller keine Schnittstelle anbietet?
Dann bleiben die Analyse der Kommunikation und der Zugriff über die Wege, die das System nach außen zeigt. Diese Aufgabe hatte ich in Industrieprojekten mehrfach. Rechtlich ist die Lage besser als viele annehmen: Wer ein Programm rechtmäßig nutzt, darf es beobachten und testen (§ 69d Abs. 3 UrhG) und in engen Grenzen dekompilieren, soweit das für die Zusammenarbeit mit eigener Software unerlässlich ist (§ 69e UrhG). Diese Rechte lassen sich vertraglich nicht wirksam ausschließen (§ 69g Abs. 2 UrhG). Die Grenzen sind eng, deshalb sehen wir uns den Einzelfall an. Zu prüfen bleibt Ihre Gewährleistung: technisch möglich und vertraglich sauber sind zwei Fragen.
Können wir damit Ausfälle vorhersagen?
Manchmal. Die Bedingung ist allerdings hart: In Ihrer Historie müssen genügend dokumentierte Ausfälle liegen, sonst lässt sich eine Vorhersage gar nicht prüfen. Viele Betriebe haben diese Daten noch nicht. Dann ist ihr systematisches Erfassen der erste Schritt, und der lohnt sich auch ohne Vorhersage.
Wird das an unseren Maschinen etwas verändern?
Nicht ohne Ihre ausdrückliche Entscheidung. Der Normalfall ist reines Mitlesen: Daten abgreifen, auswerten, darstellen. Der Weg aus dem Produktionsnetz führt über eine klare Grenze, und ein schreibender Zugriff zurück ist nicht vorgesehen. Verlangen Ihre Verantwortlichen für die Anlagensicherheit eine strikte Einbahnstraße, bekommen sie eine.
Was ist mit Echtzeitanforderungen?
Das ist eine Frage der Architektur. Bei Advastore ging es um die Koordination autonomer Roboterflotten unter Zeitdruck: Wegplanung und Auftragszuweisung wurden optimiert, bei gleichbleibender Hardware. Wichtig zur Einordnung, weil das Wort im Maschinenbau anders belegt ist: Das ist die Koordinationsebene im Millisekundenbereich. Harte Echtzeit mit garantierter Zykluszeit bleibt in der Steuerung, und dort gehört sie hin.
Was müssen wir wegen des EU AI Act tun?
Das hängt vom Einsatz ab. Auswertung und Darstellung von Prozessdaten sind unkritisch. Sobald ein System eine sicherheitsrelevante Funktion Ihrer Maschine beeinflusst, wird es zum Sicherheitsbauteil. Dann greifen der AI Act und die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 gemeinsam, die ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden ist, und aus der Selbsterklärung kann die Einbindung einer benannten Stelle werden. Deshalb bleiben solche Funktionen außen vor; das hält Ihre CE-Konformität dort, wo sie heute ist. Die verbindliche Einordnung erfolgt im Rahmen Ihrer Konformitätsbewertung.
Kommen Sie in die Halle?
Ja, und meistens muss ich das auch. Abläufe und Anlagendaten beurteilt man nicht per Screenshot. Der erste Termin findet bei Ihnen statt, mit den Leuten, die die Maschinen und die Kalkulation kennen.